Kakteen - August 2016

|   Zimmerpflanze des Monats

Spannend, originell, praktisch „wartungsfrei” und darüber hinaus der Typ Zimmerpflanze, der uns solange begleitet, dass wir ihn fast wie eine Art Haustier behandeln.

Die Geschichte des Kaktus

Ob es nun die angesagten geometrischen Formen sind oder ihre Unnahbarkeit – Kakteen sind spannende Zimmerpflanzen, die dem Interieur eine besondere Ausstrahlung verleihen und oft über Generationen mit ihren Besitzern zusammenleben. Das Comeback dieses Klassikers hat vor allem mit der Tatsache zu tun, dass der Kaktus eine sehr unkomplizierte Zimmerpflanze ist, die mit ihrer originellen Ausstrahlung so gut zu Menschen passt, die ein außergewöhnliches Design lieben. 

Die Produktion von Kakteen

Die stacheligen Erscheinungen, die wir Kakteen (botanischer Familienname: Cactaceae) nennen, kommen ausschließlich in einem großen Gebiet in Nord- und Südamerika vor, insbesondere in Mexiko sind sie weit verbreitet. Die Pflanzen wachsen vor allem in trockenen Wüstengebieten, wo sie sich meisterlich an die extrem trockenen Bedingungen angepasst haben und als Überlebenskünstler auch noch eine Chance finden sich fortzupflanzen. Der Name Kaktus ist vom griechischen Wort „kaktos” abgeleitet, das „stachelige Pflanze” bedeutet. Alle Kakteen gehören zu den Sukkulenten, aber nicht alle Sukkulenten sind Kakteen. Genau wie viele andere Fettpflanzen, haben Kakteen sukkulente Eigenschaften, also die Fähigkeit Feuchtigkeit in ihren dicken, fleischigen Stämmen und Stielen zu speichern. Diese Reservoirs dienen dazu, trockene Phasen zu überbrücken. Kakteenwurzeln sind gut entwickelt und liegen meist direkt unter der Erdoberfläche, um in der Regenzeit so viel Wasser wie möglich aufzunehmen. An den Stängeln, wo sich eigentlich die Blätter befinden sollten, sitzen die Areolen. Blätter wurden zur Einschränkung der Verdunstungsoberfläche zu Dornen, Stacheln, Glochiden (Bündeln aus Härchen mit kleinen Widerhaken) und langen Haaren umgewandelt. Die Oberfläche der Kakteen ist mit einer wachsartigen Schicht überzogen, die ebenfalls die Verdunstung auf ein Minimum reduziert. Kakteen werden bereits seit Jahrhunderten kultiviert, meist von echten Liebhabern. 

Worauf müssen Sie beim Kauf von Kakteen achten? 

  • Beim Kauf von Kakteen wird zuallererst auf die Art geachtet und in welcher Topfgröße die Pflanze angeboten wird. 
  • Außerdem kann das Alter der Pflanze beim Kauf eine Rolle spielen. Denken Sie auch an die Transportmöglichkeiten, besonders bei großen Pflanzen sollten Sicherheitsaspekte berücksichtige werden.
  • Achten Sie darauf, dass sich keine Wollläuse an der Pflanze selbst befinden (oberirdische Pflanzenteile) und auch nicht am Wurzelgeflecht. Bei den ovalen Insekten, die unter einer wollig weißen Wachsschicht an der Pflanze sitzen, handelt es sich um einen der am häufigsten vorkommenden Schädlinge bei Kakteen, der sowohl im Geschäft als auch beim Konsumenten nur schwer zu bekämpfen ist. 
  • Auch Spinnmilben (achtbeinige kleine Spinnentiere, die ein feines dichtes Netz über die Pflanze legen), Blattläuse, Napf- und Schildlaus sowie Thrips können an Kakteen auftreten. 
  • Achten Sie außerdem darauf, ob die Pflanze beschädigt und die Bewurzelung in Ordnung ist. Steht die Pflanze lange Zeit zu nass, kann es sein, dass sie vom Topf her fault. Dies kann durch Pilze und Bakterien verursacht werden. Der grüne Teil, der eigentliche Trieb, wird dann weich. 

Auswahl im Kakteensortiment

Das Kakteensortiment ist ausgesprochen vielfältig und variiert von kleinen kompakten Formen bis hin zu eigenwilligen Säulen mit bemerkenswerten Ausmaßen und von weichen, grauen Haaren zu großen, spitzen Dornen. Viele Kakteen – vor allem die kleineren Größen – kommen in gemischten Paletten in den Handel. Die Gattungen, die am häufigsten unter ihrem Namen angeboten werden, sind Echinocactus, Ferocactus, Gymnocalycium, Opuntia und Mamillaria.
 
Sukkulente Euphorbia-Arten ähneln den Kakteen sehr und werden oft der gleichen Produktgruppe zugeordnet. Der Unterschied ist jedoch leicht zu erkennen. Bei Euphorbia wachsen die Stacheln und Dornen direkt aus dem grünen Pflanzenkörper, bei den Kakteen bilden sie sich aus den Areolen, den Verdickungen/Erhöhungen auf dem Pflanzentrieb. 

Kakteen werden nach Gattung, Herkunft und Form eingeteilt. Bei der Form unterscheidet man folgende Gruppen: 

  • Säulenkaktus: aufstrebende Formen, die klein anfangen und sich im Laufe ihres Lebens zu richtigen Säulen entwickeln (Pachycereus)
  • Felsenkaktus: an Felsen erinnernde Form (Cereus) 
  • Scheibenkaktus: bildet essbare Früchte, auf die Behaarung achten (Opuntia)
  • kriechender Kaktus: kleine liegende Stängel (Selenicereus)
  • Kugelkaktus: schöne Kugelform (Echinocatus, Mamillaria)
  • Hängekaktus (Aporocactus) 
  • Epiphyllum-Gruppe: epiphytisch wachsende Kakteen (Epiphyllum)
  • gepfropfte Kakteen: 2 Arten, die miteinander vereint werden (Gymnocalicium) 

Pflegetipps für Konsumenten

  • Die Pflege von Kakteen ist recht einfach. Damit die Pflanzen jedes Jahr wieder gut blühen, ist es am besten, im Sommer etwas mehr zu gießen und im Winter weniger. Die richtige Menge richtet sich nach Art und Größe der Pflanze. 
  • Zu viel Wasser ist nie gut, es ist besser die Erde austrocknen zu lassen, bevor man erneut gießt. 
  • Im Sommer kann ein Kaktus warm und sonnig stehen, sogar draußen auf der Terrasse oder dem Balkon. Im Winter sollte der Standort kühler und heller sein. Diese Ruhephase im Winter hilft dem Kaktus im Frühjahr Blüten zu bilden.
  • Wenn die Pflanze umgetopft werden muss, ist ein nährstoffarmes Substrat genau richtig. Spezielle Kakteenerde ist dafür im Handel erhältlich. 
  • Stellen Sie die Pflanzen an einen sicheren Ort, wenn Kinder und Haustiere anwesend sind.
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